Studierende betreiben Erinnerungsarbeit

Ab 11. April 2015 an wird das stillgelegte Kaßberg-Gefängnis zum Mittelpunkt eines besonderen Projekts. Im Rahmen der „Tage des offenen Tors“ wird ein vielfältiges Programm mit Erlebbaren Gefängnisbegehungen, Diskussionsrunden und Ausstellungen geboten.

Initiiert wurde das Projekt von Studierenden und Alumni der TU Chemnitz sowie dem Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V. und dem Sächsischen Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen Herrn Rathenow.

Ermöglicht durch die freundliche Bereitstellung des Gebäudes durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).

Das komplette Programm und die jeweils einzelnen Programme mit zusätzlichen Informationen:

Samstag, 11. April 2015

Sonntag, 12. April 2015

Montag, 13. April 2015

Dienstag, 14. April 2015

Mittwoch, 15. April 2015

Einen kleinen Überblick über die Bandbreite der angebotenen Veranstaltungen finden Sie gleich hier:

SA 11.04.

14.00 Uhr – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Eröffnungsveranstaltung der „Tage des offenen Tors“ vom 11.-15. April im Kaßberg-Gefängnis. Zeitzeugen berichten von ihrer politischen Haft auf dem Kaßberg zur Sowjetischen Besatzungs- und DDR-Zeit, Fotoausstellung zum „Häftlingsfreikauf“, Eintritt 2€.  Anschließend Kaffee und Kuchen im K-S-R-Gymnasium, Hohe Straße 25.

 

19.30 Uhr – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Erlebbare Gefängnisbegehung – Historische Fakten des Repressionsortes treffen auf das musikalische Duo „Unicum“ (Gitarre/Gesang) und die junge Theatergruppe „Turmbau 62“, die das Gefängnis aus einer neuen Perspektive zeigen und für eine eindrückliche Stimmung sorgen. Eintritt 3€.

SO 12.04.

14.00 Uhr – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Erste musikalische Friedensandacht zum Häftlingsfreikauf zwischen Karl-Marx-Stadt und Gießen bzw. der DDR und der Bundesrepublik im Kaßberg-Gefängnis. Durchgeführt von Pfarrer S. Brenner (Chemnitz) und Pfarrer R. Wagner/ P. Eckhardt (Gießen // Gitarre & Gesang) und C. Wecke als Trompeter. Anschließend Kaffee und Kuchen im K-S-R-Gymnasium, Hohe Straße 25. Eintritt frei.

17.30 Uhr – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Führung zur Repressionsgeschichte des Gefängnisses in der NS-/SBZ- und DDR-Zeit. Gestaltet von Studierenden in Begleitung eines Zeitzeugen. Eintritt 2€.

MO 13.04.

14.00 Uhr – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Führung zur Repressionsgeschichte des Gefängnisses in der NS-/SBZ- und DDR-Zeit. Gestaltet von Studierenden in Begleitung eines Zeitzeugen. Eintritt 2€.

19.30 Uhr – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Erlebbare Gefängnisbegehung – Historische Fakten des Repressionsortes treffen auf die musikalische Untermalung des Erwachsenenorchesters, des Trompetenensembles und die Leiterin Frau Gibson der städtischen Musikschule Chemnitz sowie die junge Theatergruppe „Turmbau 62“. Sie zeigen das Gefängnis aus einer neuen Perspektive und sorgen für eine eindrückliche Stimmung. Eintritt 3€.

DI 14.04.

14.00 Uhr – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Führung zur Repressionsgeschichte des Gefängnisses in der NS-/SBZ- und DDR-Zeit. Gestaltet von Studierenden in Begleitung eines Zeitzeugen. Eintritt 2€.

19.30 – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Erlebbare Gefängnisbegehung – Historische Fakten des Repressionsortes treffen auf die musikalische Untermalung des Universitätschor der TU Chemnitz und die junge Theatergruppe „Turmbau 62“, die das Gefängnis aus einer neuen Perspektive zeigen und für eine eindrückliche Stimmung sorgen. Eintritt 3€.

MI 15.04.

10.30 Uhr – Kaßberg-Gefängnis, Chemnitz

Führung zur Repressionsgeschichte des Gefängnisses in der NS-/SBZ- und DDR-Zeit, in Begleitung eines Zeitzeugen. Eintritt 2€.

16.00 – Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium, Hohe Straße 25

Vortrag der Historikern Dr. van Laak zum Notaufnahmelager Gießen und dem Häftlingsfreikauf in der DDR-Zeit. Rund 30.000 politische Häftlinge kamen über das Kaßberg-Gefängnis nach Gießen. Anschließende Begehung des Gefängnisses. Eintritt frei.

19.00 – Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium, Hohe Straße 25

„Verklärt, vergessen, abgerissen?“ – Podiumsdiskussion zur Aufarbeitung der DDR- Repressionsgeschichte in Chemnitz und der Rolle des Kaßberg-Gefängnisses. Diskutieren werden u.a.  Lutz Rathenow (Sächs. Landesbeauftragter für Stasi-Unterlagen), Siegfried Reiprich (Stiftung Sächsische Gedenkstätten), Andreas Häfele (Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement – angefragt), Jeannette van Laak (Uni Gießen),  Hanka Kliese (MdL) und Maik Reinhardt (Zeitzeuge). Eintritt frei.