Mittwoch, 15. April 2015

10.30 Uhr FÜHRUNG ZUR REPRESSIONSGESCHICHTE

Diese Führung beschäftigt sich  mit der Repressionsgeschichte des Gefängnisses sowohl während  der Zeit des Nationalsozialismuses als auch während der Sowjetischen Besatzung und der DDR. Die Führung basiert auf aktuellen wissenschaftlichen Recherchen und Erzählungen von Zeitzeugen.

Eintritt 2€

Ort: Kaßberg-Gefängnis

Folgende Ausstellungen werden außerdem zu sehen sein:

  • Geheim aufgenommene Fotografien vom Häftlingsfreikauf am Grenzübergang in Wartha/Herleshausen (1977) von Karl-Heinz Brunk (Fotograf/Gießen)
  • Informationen zur Geschichte des Kaßberg-Gefängnisses
  • Informationen zur Reichsprogromnacht in Chemnitz
  • Leihgabe von Einrichtungsgegenständen einer MfS-Zelle der Gedenkstätte Bautzner Staße, Dresden
  • Informationen zum Speziallager Mühlberg (Elbe) von der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
  • Informationen zum Speziallager Bautzen sowie der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Bautzen von der Gedenkstätte Bautzen.
  • Aktuelle Fotografien des Kaßberg-Gefängnisses der Gründer von „Verlassene Orte Chemnitz“

Um 15.00 Uhr findet zudem eine Bürgerberatung durch Mitarbeiter des Sächsischen Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR statt.

Ort: Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium (Aula), Hohe Straße 25, 09122 Chemnitz

16.00 UHR – VORTRAG „VOM KAßBERG NACH GIEßEN – NOTAUFNAHMEVERFAHREN DER BUNDESREPUBLIK“

Die Historikerin Dr. Jeanette van Laak von der Universität Gießen wird in ihrem Vortrag über den Häftlingsfreikauf zwischen der Bundesrepublik und der DDR referieren. Zwischen 1965 und 1989 wurden ca. 30.000 politische Häftlinge aus dem SED-Staat freigekauft. Der Transport erfolgte über das Kaßberg-Gefängnis in Karl-Marx-Stadt in das hessische Notaufnahmelager Gießen. Wie sich das Aufnahmeverfahren gestaltete wird Schwerpunkt des Vortrags sein.

Anschließend wird eine Begehung des Gefängnisses stattfinden.

Ort: Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium (Aula), Hohe Straße 25, 09122 Chemnitz

Eintritt frei

19.00 UHR – PODIUMSDISKUSSION „VERKLÄRT, VERGESSEN, ABGERISSEN?“ GEDENKORT KASSBERG-GEFÄNGNIS

Über die Aufarbeitung der DDR-Repressionsgeschichte in Chemnitz und der Rolle des Kaßberg-Gefängnisses diskutieren Lutz Rathenow (Sächsischer Landesbeauftragte für Stasi-Unterlagen Sachsen), Siegfried Reiprich (Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten), Hanka Kliese (Mitglied des Landtags), die Historikerin Dr. Jeanette van Laak (Universität Gießen) und Maik Reinhardt (Zeitzeuge). Im Rahmen dieser Veranstaltung sollen auch die BesucherInnen die Möglichkeit erhalten mitzudiskutieren.

Ort: Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium (Aula), Hohe Straße 25, 09112 Chemnitz

Eintritt frei

Wichtige Hinweise zum Besuch