Samstag, 11. April 2015

14.00 Uhr – ERÖFFNUNGSVERANSTALTUNG // ZEITZEUGENGESPRÄCHE

Nach der Begrüßung durch die Projektorganisatoren und Kooperationspartner, werden Studierende der TU Chemnitz über die Repressionsgeschichte des Gefängnisses zur NS-/SBZ- und DDR-Zeit informieren. Dazu berichten zwei Zeitzeugen über ihre Haftgeschichte.

Wolfgang Looß wird als einer wenigen verbleibenden Zeitzeugen der sowjetischen Besatzungszeit berichten. Er wurde 1945 als 16-jähriger unter angeblichen „Werwolf-Verdacht“ inhaftiert. Sein Haftweg führte vom Kaßberg bis in die Sowjetunion nach Sibirien.

Außerdem wird Wolfgang Lötzsch von seine Drangsalierungen als Hochleistungssportler im Radfahren berichten sowie seiner 10-monatigen Haft auf dem Kaßberg wegen angeblicher „Staatsverleumdung“.

Die Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde Chemnitz wird über die Möglichkeiten der Akteneinsicht informieren. Begleitet wird die Veranstaltung vom Trompetenensemble der Städtischen Musikschule Chemnitz.

Es findet zudem eine Bürgerberatung durch Mitarbeiter des Sächsischen Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR statt.

Folgende Ausstellungen werden zu sehen sein:

  • Geheim aufgenommene Fotografien vom Häftlingsfreikauf am Grenzübergang in Wartha/Herleshausen (1977) von Karl-Heinz Brunk (Fotograf/Gießen)
  • Informationen zur Geschichte des Kaßberg-Gefängnisses
  • Informationen zur Reichsprogromnacht in Chemnitz
  • Leihgabe von Einrichtungsgegenständen einer MfS-Zelle der Gedenkstätte Bautzner Staße, Dresden
  • Informationen zum Speziallager Mühlberg (Elbe) von der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
  • Informationen zum Speziallager Bautzen sowie der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Bautzen von der Gedenkstätte Bautzen.
  • Aktuelle Fotografien des Kaßberg-Gefängnisses der Gründer von „Verlassene Orte Chemnitz“

Anschließend Austausch bei Kaffee & Kuchen im Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium

(Hohe Straße 25, 09112 Chemnitz)

Ort: Kaßberg-Gefängnis, Kaßbergstraße 17, 09112 Chemnitz

Eintritt: 2€

 

19.30 UHR – ERLEBBARE GEFÄNGNISBEGEHUNG // KONZERT

Diese Begehung wird den Repressionsort auf eine historische und künstlerische Art und Weise vorstellen. Mit Musik, Theaterelementen und Lichtspielen wird Raum geboten sich individuell mit dem Gefängnis, dem Gefühl der Gefangenschaft und den Biografien der politisch Inhaftierten auf dem Kaßberg auseinandersetzen.

Studierende der TU Chemnitz berichten über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Ort.

Das Gitarren-Trio „Unicum“ mit Pfr. Reiner Wagner, Petra Eckhardt und Veronica Scholz spielen selbstgeschriebene Lieder, mal gesellschaftskritisch, mal nachdenklich, mal nur der Mensch – umrahmt von E-Gitarre, Akustikgitarren und Gesang inmitten des Gefängnisflügels.

Mit dabei die junge Theatergruppe „Turmbau 62“, die das Gefängnis aus einer neuen Perspektive zeigt und für eine eindrückliche Stimmung sorgt.

Folgende Ausstellungen werden außerdem zu sehen sein:

  • Geheim aufgenommene Fotografien vom Häftlingsfreikauf am Grenzübergang in Wartha/Herleshausen (1977) von Karl-Heinz Brunk (Fotograf/Gießen)
  • Informationen zur Geschichte des Kaßberg-Gefängnisses
  • Informationen zur Reichsprogromnacht in Chemnitz
  • Leihgabe von Einrichtungsgegenständen einer MfS-Zelle der Gedenkstätte Bautzner Staße, Dresden
  • Informationen zum Speziallager Mühlberg (Elbe) von der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V.
  • Informationen zum Speziallager Bautzen sowie der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Bautzen von der Gedenkstätte Bautzen.
  • Aktuelle Fotografien des Kaßberg-Gefängnisses der Gründer von „Verlassene Orte Chemnitz“

Ort: Kaßberg-Gefängnis, Kaßbergstraße 17

Eintritt: 3€

Wichtige Hinweise zum Besuch